Fotos von ©Jörg Helpenstein
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Trier – Rokkokosaal des Kurfürstlichen Palais
Erschienen im Trierischen Volksfreund, 25.11.2011
,, Den Mutigen gehört die Welt. Auch in der Musik.
Zum jüngsten Konzert im Kurfürstlichen Palais hatte die Kammermusikalische Vereinigung Trier das Signum Saxophonquartett eingeladen. [...] Blaz Kemperle, Simon Schuller, Alan Luzar und David Brand wussten sich bestens auf die Räumlichkeit einzustellen. Für exotische Besetzungen müssen oftmals Bearbeitungen bestehender Kompositionen herhalten, damit ein Konzertprogramm zustande kommt. Nicht so beim Signum-Ensemble. Lediglich die Rumänischen Tänze, Sz 56, von Béla Bartók stellten ein klanglich sehr lohnenswertes Arrangement dar. Alle anderen Werke waren Originale. Etwa das Quartett B-Dur, Opus 109, von Alexander Glasunow, mit dem die Formation überraschte. Allein für dieses teilweise sehr tiefgründige, aber auch humorvolle Werk hatte sich der Besuch des Konzertes schon gelohnt. Selbst das klangmalerische “Mysterious Morning II” des Japaners Fuminori Tanada aus dem Jahre 1996 war spannend und farbenreich. [...] Das Ergebnis war ein voller Erfolg, bei dem man Bekanntschaft mit vier jungen Musikern machen konnte, die es technisch wie musikalisch verstanden, ihr Publikum mitzunehmen. Ein Konzert mit einem verschmelzenden Zusammenspiel, einer bemerkenswerten Virtuosität und auch einem Klangerlebnis, das manch einer so sicher nicht erwartet hatte. Gerhard W. Kluth ”
Usedom, Usedomer Musikfestival
Erschienen im Nordkurier, 01.10.2011
“ Das Konzert begann […] mit einem Preis der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, dotiert mit 10 000 Euro, den Festival-Intendant Thomas Hummel an die vier jungen Musiker aus Deutschland und Slowenien überreichte. Die griffen, kaum dass die Urkunde verlesen war, ihre Instrumente […] und begannen das Programm mit der Suite “Aus Holbergs Zeit” von Edvard Grieg. Sie spielten ohne Noten, was beim Musizieren im Ensemble durchaus nicht üblich ist, und konnten sich so vollkommen auf Klang, Ausdruck und Zusammenspiel einlassen. Das Ensemble hat eine faszinierend breite Klangpalette, kann rund und voll klingen, scharf und prägnant, aber auch sehr weich, zart und duftig.
Mit “Stillness – Musikalische Landschaft nach Ciurlionis” hat die litauische Komponistin Zita Bruzaite (*1966) ein Werk eigens für das Quartett [...] geschaffen. Mit sanften, ruhigen Akkorden beginnt das Werk, und die vier holen die Akkorde bei der Uraufführung bewegungslos aus der Stille, dass man kaum einen Anfang spürt, und lassen sie dann prachtvoll aufblühen. In der Mitte ein polyphones Netzwerk der Stimmen, doch mit [...] sensibler Tongebung ausgeführt […].
Signum spielte das Opus 85 von Max Reger und erreichte dabei sowohl den Eindruck der strömenden Klanggewalt einer großen Orgel im Präludium wie auch die feinsinnige Zartheit eines Gedacktregisters in der Fuge. Und alles ausgefeilt bis in die feinsten Details. Aber die vier konnten auch gehörig loslegen! Das taten sie in der folkloristischen Direktheit von Béla Bartoks Rumänischen Volkstänzen in mitreißender Virtuosität. [...]
Wem das noch nicht Ekstase genug war, der jubelte und applaudierte am Schluss des Programms und entzündete mit dem Beifall noch ein sprühendes Feuerwerk von drei Zugaben. “
Oranienstein – Schloss Oranienstein
Erschienen in der Nassauischen Presse, 14.09.2011
,, Hochkarätige Oraniensteiner Nacht mit dem Signum Saxophonquartett – Phantastische Kombination mit Akkordeon:
[...] Neben dem einmaligen, stimmigen und stimmungsvollen Ambiente hat die Oraniensteiner Nacht immer auch einen musikalischen Leckerbissen zu bieten. In diesem Jahr war es das “Signum Saxophonquartett”, das bei manchen Stücken von dem Akkordeonspieler Nikola Djoric aufs Schönste ergänzt wurde. Eingeleitet wurde der Abend mit Ravels “Le Tombeau de Couperin”, dem musikalischen Grabmal für den französischen Komponisten François Couperin [...]. Bestechend im Prelude die flimmernde Wellenbewegung der Melodie, in ruhigem Duktus die Forlane, mit ungewöhnlichen Harmonien das Menuett und in heftigem, durchaus abgestuftem Forte das sehr tänzerische und mit virtuosen Läufen gespickte Rigaudon, das in einem rhythmisch pointierten Finale endete. [...]
Ganz andere Töne dann im zweiten Teil, der ganz im Zeichen hier unbekannter zeitgenössischer slowenischer Komponisten stand, von denen man aber, so das Fazit nach der Darbietung, gerne mehr und öfter etwas hören möchte.
Beide Komponisten setzten auf die Kombination Sax-Quartett mit Akkordeon, Gasper Konec mit einem “Journey” (Reise) betitelten Stück, Izidor Leitinger mit einer “Suita Quasi Balkanika”, einer Suite in drei Sätzen. Die Reise mit dem Saxophon bestach zunächst durch ruhige, sonore Akkorde, die einen erstaunlichen Sog erzeugten, der in das Stück hineinzog. [...] Die Musik steigerte sich und wurde zum Ausdruck reiner Lebensfreude, sichtbar auch an dem körperlichen Einsatz der Musiker bei ihrem wie selbstvergessen dargebotenen Spiel, das, hätte es die örtlichen Gegebenheiten erlaubt, so manche Zuschauer zum Tanzen animiert hätte, manchen zuckte es schon in den Gliedern.
Ähnlich die balkanische Suite, die mit ungewöhnlichen Klangfarben überraschte, mit prägnanten Phrasierungen und dynamischen Steigerungen. Das klang sehr leicht, war rhythmisch aber höchst vertrackt, aber dennoch “spielend leicht” dargeboten.
Dem Stück merkte man unterschwellig eine nur schwer zu bändigende Lebenskraft an, die zum Ausbruch kommen will und dies auch tat. Dazu kamen Gesangselemente, die an das Singen von Mönchen oder Derwischen erinnerte. [...] Im Garten dann endete das barocke Szenario dieser Oraniensteiner Nacht mit weiteren Stücken für Saxophonquartett und Akkordeon – viel zu früh, aber von langem, enthusiastischem Beifall begleitet. ”
Werne, Altes Rathaus
Erschienen im Westfälischen Anzeiger, 28.01.2011
” Das mehrfach ausgezeichnete und in doppelter Hinsicht junge Ensemble [...] hatte ein raffiniertes Programm zusammengestellt. [...]
Im zweiten Teil des Programms standen zwei weitere suitenartige Kompositionen im Mittelpunkt. Maurice Ravels (1875-1937) „Le Tombeau de Couperin“ greift auch auf die alten Tanzformen zurück, allerdings unter Einbeziehung einer impressionistischen Harmonik. Ihm folgten sechs rumänische Tänze von Bela Bartok (1881-1945), dem ungarischen Nationalkomponisten, dessen Werk eine Synthese von Volks-und Kunstmusik darstellt. Die Miniaturen entwickelten sich zu einem Strauß aus klagenden Weisen, burlesken Szenen und zingareskem Feuer, meisterhaft interpretiert vom Signum-Quartett. Den Abschluss bildete der Tango Virtuoso von Thierry Escaich (geb. 1965). Das Werk ist eine Referenz an Astor Piazzolla, den argentinischen Altmeister der Tango-Komposition.
Das Publikum feierte die Künstler mit stehenden Ovationen.”
Willich, Schloss Neersen
Erschienen in der Rheinischen Presse, 06.11.2010:
” Das Signum Saxophonquartett [...] darf zu den ganz Großen seiner Zunft gerechnet werden. Sie begannen mit einer Bearbeitung von Griegs fünfsätziger Suite “Aus Holberg’s Zeit”, die sie, wie mehrere andere Werke, auswendig vortrugen. Das allein ist eine beachtliche Leistung. Noch bedeutsamer ist die musikalische Feinarbeit, und die lässt sich hören. Schnelle Passagen wie der Anfang kommen leicht und federnd. Langsame Sätze wie die Sarabande werden mit einer sehr kultivierten Tonbildung vorgetragen, mit einem dezenten, fast nur angedeuteten Vibrato. [...] Einen effektvollen Abschluss fand das Programm mit Astor Piazzollas Tango Nuevo “Four for Tango”. ”
Worms – Städtisches Museum im Andreasstift (Musikfestival Rheinhessen)
Erschienen in der Rhein Main Presse, 14.09.2010
Vier Männer in schwarz, vier Saxophone, ein geschichtsträchtiger Raum –
diese Konstellation hält, was sie verspricht: eine musikalische Reise, die Herz und Seele erfreut. [...] Die Männer bieten ein umfangreiches Repertoire auf höchstem Niveau.
Ob Haydn, Schostakowitsch oder Puccini, auch wenn mancher Musikfreund diese Namen
nicht mit Saxophonmusik in Verbindung bringen würden, die Männer wagen viel und geben alles. Sie scheuen sich nicht, Stücke für Streichquartette für sich zu transkribieren,
und das Ergebnis gibt ihnen Recht. [...] Ihre Musik geht durch und durch. Die Besucher
im Andreasstift scheinen förmlich in der Musik der Saxophonisten zu versinken. Mal kraftvoll und schnell, mal sanft und langsam: Die Künstler zeigen eindrucksvoll, welche
Möglichkeiten das klassische Saxophon bietet, und spielen Töne, die man auf diesem Instrument nie für möglich gehalten hätte. Dazu kommt die perfekte Homogenität des Quartetts, die den Konzertbesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis macht und die Zuschauer das Saxophon neu entdecken lässt. Egal, welche Epoche die Musiker sich vornehmen, die Umsetzung der Stücke scheint immer zu gelingen.
Ein äußerst gelungener Konzertabend, der für jeden etwas zu bieten hat.
Stein, Burgkapelle
Erschienen in der Frankenpost, 10.08.2010
“Tanzparkett auf dem Kirchenboden.
In den fünf Sätzen der Holberg Suite breiten die Saxofonisten gleich eingangs eine reiche Palette ihrer Farben, Gemütsgehalte, Spielfähigkeiten aus. Mitreißend forsch, lautstark klangvoll legen sie mit dem Prélude los. Sie können aber (in der Sarabande) auch behagliche Sommerabendwärme verstrahlen. Für bodenständige Eleganz sorgen sie in der Gavotte – und für fiebrige Geschwindstrecken in deren Trio -, für Vivace-Unaufhaltsamkeit im Rigaudon. Doch nie übergehen sie Gelegenheiten, sich nachdenklich zu versenken. Die Air gar (an vorletzter Stelle) wählen sie zu einem Moment des Stillstands und Abstands von aller Vitalität, um sich drängendem Kummer zu überlassen.
Derart eingewiesen weiß der Zuhörer: Mit Künstlern hat er’s zu tun, die gern dem Temperament die Sporen geben, aber auch ganz seriös mit Episoden der Tiefe umzugehen wissen. Zielstrebig, mit erstklassiger Kurvenlage schlängeln und
schwingen sich die Künstler durch zwei Gershwin-Songs. Im (exquisit komponierten) “Tango virtuoso” von Thierry Escaich spielen sie prachtvoll mit den Klischees von öligem Machismo und Vamp-hafter Rassigkeit – ein sinnlicher Schwof, bei dem der Holzboden der Kapelle sich zum Tanzparkett zu verwandeln scheint.
Ljubljana, Rathaus (Slowenien)
Erschienen in Radio Slowenien (Programm ARS) , 14.07.2010
” In Edvard Griegs Holberg Suite ersetzte das Saxophonquartett das Streichorchester
ganz wunderbar. Man konnte nicht nur alle Melodie- und Begleitstimmen vollständig
wahrnehmen, sondern die jungen Musiker hauchten dem Stück eine ganz eigene
Atmosphäre ein. In Kontrast zu dieser wundervoll vorgetragenen romantischen Suite stand
die Komposition Lamentatio des zeitgenössischen Estonischen Komponisten Erkki-Sven
Tüür, in der das Ensemble besonders durch seine klare Artikulation und Klanggebung
glänzte. Wir waren auch von der exzellenten Artikulation und tollen Koordination in Dimitri
Schostakowitschs Polka beeindruckt [...].
In Astor Piazzollas Stück Four for Tango waren wir fasziniert [...] von dem engagierten und
manchmal sogar vehementen Ausdruck, der das Publikum buchstäblich von den Stühlen
riss. Die nachfolgende erste Zugabe des Spanischen Komponisten Pedro Itturalde heizte
die Stimmung sogar noch mehr auf. Daraufhin folgte zwangsläufig die zweite Zugabe, ein
kurzer Satz im heiteren Stil des Klezmer. ”
Gescher-Hochmoor – Firma Trapo AG
Erschienen in Westfälische Nachrichten, 22.11.2009:
“Für einen Abend standen die Maschinen der Trapo AG in der Industriestraße still. [...] Grund war kein Streik, sondern das Konzert des Signum Saxophonquartetts in der Konzertreihe “Mommenta Münsterland” der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit e.V. (GWK) und der VR-Bank Westmünsterland eG. [...] Mit Virtuosität, musikalischer Vielseitigkeit und Unbekümmertheit im Umgang mit alten und neuen Meistern bewegte das Signum Saxophonquartett sein Publikum. Auszüge aus Edvard Griegs Suite “Aus Holbergs Zeit” op.40 setzten neue Maßstäbe durch die Instrumente, die wie Gesangsstimmen eines Chor platziert waren. [...] Der erst 29-jährige Timo Ruttkamp komponierte das Stück “Fences” speziell für das Signum Saxophonquartett. Rotierende Klänge entführten die Besucher in andere Sphären. Stottern, Schnauben, Blasen waren Geräusche, welche die Musiker ihren Instrumenten neben der üblichen klangvollen Tonalität entlockten.”
Mönchengladbach – Schloss Rheydt
Erschienen in Rheinische Post, 13.10.2009:
“Der Start des Sonderzyklus “Best of NRW” gelang im Rittersaal Schloss Rheydt furios mit dem 2006 gegründeten Signum Saxophonquartett. Die Musiker demonstrierten, wie gut die Musik aller Epochen mit vier Saxophonen zum Klingen zu bringen ist. [...] Bachs “Italienisches Konzert” wurde so überzeugend vorgetragen, als sei es für diese Besetzung komponiert worden. [...] Erst nach drei Zugaben entließ das begeisterte Publikum die Künstler.”
Siegen – Apollo-Theater
Erschienen in der Siegener Zeitung, 10.10.2009:
” [...] Der kompakt wirkende Klang des Signum Saxophonquartettes traf auf ein recht unvoreingenommenes Publikum und konnte mit genuin kammermusikalischer Musik auch die Skeptiker überzeugen. [...]
Ganz in Schwarz gekleidet, wurden sechs Werke und drei Zugaben dynamisch, ausdrucksvoll und passagenweise auch sehr virtuos gespielt.”
Stadtlohn – Geschwister Scholl Gymnasium
Erschienen in der Münsterlandzeitung, 02.09.2009:
“Was diese Musiker auszeichnet, ist, dass sie ihre Musik ernst nehmen. Während andere Saxofon- Ensembles oft mit Humor ihre Interpretationen klassischer Werke zu Parodien degradieren, gelingt es dem Quartett, aus den Stücken die besondere Eigenart herauszuholen. [...] Die ganze Vielfalt dieses Instruments wird spürbar – dank der feurigen Umsetzung dieser vier hochtalentierten Musiker.”
Eitorf – Skulpturengarten Vetere
Erschienen im Extra-Blatt Eitorf und Windeck, 13.05.2009:
“Sanfte Saxophonklänge unter blauem Himmel.
In idealem Ambiente kamen die Besucher in den Genuss ungewohnter Klänge. [...] Die Musiker überzeugten durch Klanghomogenität und deutlicher Artikulation. Das junge Ensemble genießt bereits einen besonderen Ruf in der Fachwelt. Von Eitorf geht es nach Bangkok zum Weltsaxophonkongress.”
Köln – Ruder- und Tennis- Klub Germania
Erschienen im Kölner Stadt-Anzeiger, 11.12.2007:
“Wenn die Saxophone singen.
Vielleicht hätten schon Vivaldi und Mozart das Saxophon gemocht, seinen samtigen Klang und die enormen Kraftreserven. [...] Flexibel spielte das Quartett, mit schlankem Ton in allen Stimmlagen.
[...] Das Saxophonquartett brachte eine ganz eigene Farbe in die beliebten Sonntagsmatinéen.”